
Das Projekt „Verbraucherbildung
an allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen“ unterstützt politische
Entscheidungsträger in NRW den Wissenstand zum fragmentarischen Charakter der
Verbraucherbildung zu erweitern. Verbraucherbildender Unterricht soll gestärkt
und in der Qualität gefördert werden. Ziel des Projektes ist es durch eine
Studie zum Thema Verbraucherbildung in NRW belastbare Daten und deren Analyse
bereit zu stellen. Das Projektvorgehen ist in vier Arbeitsphasen bzw.
Teilprojekte unterteilt. Um den Status Quo der Verbraucherbildung in
Nordrhein-Westfalen darzustellen, sollen in den ersten drei Teilprojekten
Lehrpläne gesichtet und analysiert werden, Fort- und Weiterbildungsaktivitäten
erfasst und bewertet werden, sowie bestehendes Material- und Medienangebot
zusammengetragen und durchleuchtet werden. Nach der Erfassung der Ist-Situation
sollen in einer Pilotbefragung Lehrerinnen und Lehrer an allen
allgemeinbildenden Schulformen in allen Regierungsbezirken zur
Unterrichtspraxis interviewt werden. In der Pilotstudie geht es darum
herauszuarbeiten, was tatsächlich im Unterricht der so genannten Ankerfächer
der Verbraucherbildung in NRW im Unterricht zum Lerninhalt gemacht wird.
Dass man den richtigen Umgang mit Geld nicht früh genug lernen kann, beweist die steigende Zahl überschuldeter Haushalte. Wie man bereits Grundschulkinder spielerisch an das Thema heranführt, zeigt nun der Materialordner MoKi, der am 22.11.2007 von NRW-Verbraucherschutzminister Eckard Uhlenberg der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
D
as
Projekt MoKi – Money & Kids wurde im Rahmen einer
interdisziplinär zusammengesetzten
Arbeitsgruppe des Netzwerks Finanzkompetenz entwickelt und von August
2006 bis April 2007 an 14 Ganztagsgrundschulen erprobt und von einer
Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies, Fachgruppe
Ernährung & Verbraucherbildung, wissenschaftlich begleitet.
Bereits in der Erprobungsphase wurde das Projekt von den Vereinten
Nationen im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige
Entwicklung“ als offizielles Dekadeprojekt 2007/08
ausgezeichnet. In Nordrhein-Westfalen gibt es 3.470 Grundschulen,
rund 3.000 davon bieten eine Ganztagsbetreuung an.
Nach der erfolgreichen Testphase kann das entsprechende Arbeitsmaterial nun Grundschulen in ganz Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden.
Geld ausgeben, Geld sparen, Geld für etwas haben oder nicht haben, all das ist in unserer Gesellschaft schon für Erstklässler eine tägliche Selbstverständlichkeit. Nach Ermittlungen der aktuellen „Kids-Verbraucheranalyse 2007“ erhalten Sechs- bis Dreizehnjährige so viel Taschengeld wie nie zuvor. Durchschnittlich sind es monatlich 22,11 Euro. Rechnet man die zusätzlichen Geldgeschenke an Geburts- und Feiertagen noch hinzu, dann gehen rund 2,5 Milliarden Euro jährlich in Kinderhände. Auf vier Milliarden Euro kommt man, wenn man das Sparguthaben, von rund 692 Euro pro Kind berücksichtigt.
Die Zahlen sind beeindruckend, doch wie gehen Kinder in diesem Alter mit Geld um? Tatsache ist, dass die Einsicht in Zusammenhänge zum Thema Geld bei Grundschulkindern heute extrem unterschiedlich ist. Es gibt Kinder, die über Preise ebenso gut Bescheid wissen wie über die finanziellen Möglichkeiten der eigenen Familie. Dann gibt es aber auch viele Kinder, die weder eine Größenvorstellung von Geldsummen über 5 Euro haben, noch selbst regelmäßig mit Geld umgehen.
MoKi schickt die Kinder zum Beispiel auf Entdeckungstour in den Supermarkt, wo sie lernen, Preise miteinander zu vergleichen. Oder sie gehen als Spardetektive Zuhause auf die Suche nach Geldverschwendern wie unnötigem Stand-by-Betrieb von Fernseher und Stereoanlage.
Die Materialien zu MoKi sind in einem Ordner zusammengefasst und kommen in der Nachmittagsbetreuung an Ganztagsgrundschulen zum Einsatz. Pädagogische Betreuungskräfte, Lehrer und Eltern sollen mit diesem Projekt bei der Aufgabe unterstützt werden, Kinder bei der Entwicklung ihrer Finanzkompetenz zu stärken.
Spielerisch und in mehreren, aufeinander aufbauenden Modulen wird den Kindern hier der verantwortungsvolle Umgang mit Geld vermittelt. Neben dem Ordner werden noch ergänzende Materialien wie Geldstempel, Liedtexte und Rollenspielkarten zum Thema mitgeliefert.
Die Lerneinheiten sind anwendungsbezogen gestaltet und praxisorientiert aufgebaut. Es sind Rollenspiele, Exkursionen in den Supermarkt oder in die Bank vorgesehen, aber auch das Basteln einer Schatzkiste und eines Taschengeldplaners. Die Kinder stempeln ihr eigenes Geld – wer würde da nicht gerne mitmachen – und lernen nebenbei wichtige Merkmale zur Unterscheidung von Falschgeld und zu den Symbolen auf den Geldscheinen.
Kurz: MoKi ist ein bunter Methoden-Mix, der die Bedürfnisse nach Bewegung, kreativem Spiel und stiller Arbeit aufgreift. Gleichzeitig ist es ein Angebot, das deutlich zeigt, die Beschäftigung mit dem Thema Geld macht Spaß!
Das Konzept des Projekts überzeugte auch Dr. Joachim Minnemann, Vorstandsmitglied der WestLB Stiftung Zukunft NRW: „Die Förderung innovativer Bildungsmaßnahmen ist ein ausdrückliches Anliegen der Stiftung. Deshalb hat uns MoKi von Anfang an gefallen und wir waren gerne bereit die erste Druckauflage zu finanzieren“. 150.000 Euro investiert die Stiftung in den Druck der ersten 4.000 Ordner. Damit können die Materialien kostengünstig an die Schulen abgegeben werden, die lediglich eine Schutzgebühr von 15 Euro bezahlen. Die Schutzgebühr fließt im Übrigen wieder in die Multiplikatorenschulungen zurück, um auch die Tagungskosten für die Fachkräfte gering zu halten.
Auf der Basis der Erprobungsphase und der durchgeführten Evaluation wird derzeit von Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies ein Schulungskonzept für Multiplikatoren entwickelt. Dieses Konzept soll, neben Informationen zum Inhalt des Projekts, Fachkräfte vor allem für das Thema sensibilisieren. In den Schulungsmaßnahmen sollen Tipps vermittelt werden, wie durch MoKi z. B. die inhaltliche Verknüpfung zum Sach-, Deutsch- oder Matheunterricht am Vormittag hergestellt werden kann.
Der kompetente Umgang mit Geld und Konsum muss verstärkt in den Unterricht und in außerschulische Bildungsangebote eingebaut werden. In der Grundschule können erste wichtige Grundlagen gelegt werden, um diese Kompetenzen in weiterem Schulverlauf auszubauen.
Das MoKi-Materialpaket
Das MoKi-Materialpaket besteht aus einem umfassenden Ordner mit Erläuterungen zu fünf Themenschwerpunkten:
Didaktischer Leitfaden und Einführungskapitel
Wünsche und Bedürfnisse
Taschengeld
Geld in der Familie
Kreislauf des Geldes
Werbung
Insgesamt sind es 21 Einheiten von je 45 bis 60 Minuten, die sich gut für ein Angebot in der offenen Ganztagsgrundschule eignen.
Jedes Kapitel ist übersichtlich gegliedert und so gut beschrieben, dass auch weniger geübte Betreuerinnen und Betreuer das Projekt problemlos durchführen können.
Konkrete Anleitungen, Arbeitsblätter und Bastelhinweise und eine Auflistung zusätzlich erforderlicher Materialien sowie Angaben der benötigten Zeit erleichtern die Planung. Außerdem gibt es Tipps zu Kombination mit dem Vormittagsunterricht.
Das Materialpaket enthält darüber hinaus MoKi-Pässe, Rollenspielkarten, Geldstempel, Aufkleber und ein Taschengeldspiel. Alle Materialien aus dem Ordner sind auf einer beigefügten CD-Rom gespeichert und können so auch bequem über den Computer ausgedruckt werden.
Das Besondere von MoKi auf einen Blick:
Methodenvielfalt
Praxisorientierung
Detaillierte Verlaufsbeschreibung für Fachkräfte mit wenig oder gar keiner Unterrichtspraxis
Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse (Bewegung, stille Arbeit, kreatives Werken)
Einbeziehung der Eltern
Verknüpfung zu Lehrinhalten des Schulunterrichts
Interdisziplinär entwickelt und praxiserprobt
MoKi-Materialpaket bestellen
Das MoKi-Materialpaket kann bei der Universität Paderborn zum Preis von 15 Euro bestellt werden. Schicken Sie uns dazu bitte das folgende Bestellformular per E-Mail, Fax oder Post und überweisen Sie die Schutzgebühr. Pro Institution* kann nur ein Exemplar angefordert werden.
Bestellformular laden (WORD, 46 KB)
Die Auslieferung erfolgt nach Eingang der Zahlung (hier die neuen Bankdaten):
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Kontoinhaber: |
Universität Paderborn |
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Bank: |
Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold |
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Konto: |
874 7040 000 |
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BLZ: |
472 601 21 |
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IBAN: |
DE55472601218747040000 |
|
BIC: |
DGPBDE3MXXX |
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Verwendungszweck 1: |
*2393030401351* |
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Verwendungszweck 2: |
Name der Institution |
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E-Mail: |
|
|
Fax: |
05251-603425 |
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Post: |
Frau Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies |
* Nach aktuellem Zuwendungsbescheid (April 2009) der fördernden Stiftung dürfen seit dem 1.1.2010 bundesweit folgende Institutionen das Material käuflich erwerben:


In den letzten Jahren kann eine stetig wachsende Verschuldung bei jungen Erwachsenen
festgestellt werden. Großen Konsumwünschen von Kindern und Jugendlichen steht dabei deren
fehlende Finanzkompetenz gegenüber. Schule hat deshalb zunehmend die Aufgabe, Schülerinnen
und Schülern Lernangebote zum Erwerb von Finanz- und Konsumkompetenzen zu machen.
Die Unterrichtshilfe soll Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen. Sie finden hier
didaktische Orientierung und ausgearbeitete Lernmodule für den Unterricht der Sekundarstufe I
allgemein bildender Schulen und der Sekundarstufe II berufsbildender Schulen. Die
Unterrichtshilfe Finanzkompetenz ist in erster Linie ein "Werkzeugkoffer" für Lehrerinnen und Lehrer.
Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) im Rahmen des
Projektes "Vermeidung von Überschuldung — Netzwerk Schuldenprävention" und finanziert
durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entwickelte
Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies als Autorin die Inhalte dieser Arbeitsmaterialien.
Konzipiert wurde die Unterrichtshilfe Finanzkompetenz von der AG SBV in Zusammenarbeit
mit verschiedenen Verbänden der Kredit- und Versicherungswirtschaft. Diese unten
aufgeführten Verbände haben umfangreiches Informationsmaterial als Arbeitsgrundlage
zur Verfügung gestellt und das Projekt beratend begleitet.
Die Unterrichtshilfe steht seit 2004 im Netz und wurde 2006 grundlegend aktualisiert und ergänzt.

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